Seit ich einen Füller halten konnte und das Alphabet einigermaßen sicher beherrscht habe, denke ich mir Geschichten aus oder lese. Hausarrest? Fernsehverbot? Damit konnten mich meine Eltern nicht schrecken, solange sie nicht drohten, mir meinen Schreibblock und meine Bücher wegzunehmen.
In meinem Kopf waren so viele Geschichten und Bilder, aber wie bei jedem, holte auch mich das Leben ein.
Erst als ich längst Mutter und Teil einer großen Patchworkfamilie war, die Kinder allmählich selbständig wurden und mir mehr Raum und Zeit für mich selbst ließen, kehrte der alte Drang zu schreiben zurück.
Diesmal mit Macht.
Damals hatten wir unseren ersten Computer, aber keine Ahnung, wie man ihn bediente. Doch die Geschichte, die immer mehr Formen in mir annahm, musste festgehalten werden.
Es war der 4. Juli 2006, für mich ein magisches Datum.
Freunde ermutigten mich und zerstreuten meine Zweifel, und ich hämmerte die ersten Sätze auf die Tastatur.
Heute weiß ich, dass es diese vielen kleinen Entschlüsse sind, die mein Leben verändert haben. Auf dem Weg zur Autorin bin ich zur rechten Zeit Menschen begegnet, die mir geholfen und mich unterstützt haben, ohne die ich nicht erreicht hätte, was mein größter Wunsch war und ist:
meinen Traum zu leben und schreiben zu dürfen!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen